REISEBERICHT SKUA-TOUR 2019
Färöer Inseln - Ausflug nach Kirkjubøur

Am Fährterminal in Tórshavn wartet ein Bus auf uns.

Das Ziel unserer kurzen Busfahrt ist Kirkjubøur, eine der ältesten Siedlungen der Färöer Inseln.

»Kirkjubøur (dänischer Name: Kirkebø, wörtlich: Kirchenflur bzw. Kirchdorf) ist ein Ort der Färöer im Südwesten der Insel Streymoy und gehört mit drei wichtigen Baudenkmälern zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Landes.

Kirkjubøur ist vor allem bekannt durch:

  • die Ruine der Magnuskathedrale von ca. 1300
  • die benachbarte Olavskirche (Ólavskirkjan) aus dem 13. Jahrhundert
  • den ältesten auf den Färöern erhaltenen Hof aus der Wikingerzeit, dem Königshof von Kirkjubøur (Kirkjbøargarður).

An diesem Ort siedelten schon die irischen Mönche im 7. Jahrhundert.

Die Domruine wird auf den Färöern Mururin (die Mauer) genannt. Sie sollte als "Magnusdom" unter Bischof Erlendur der größte Sakralbau der Färöer werden, wurde aber nie fertiggestellt und besitzt daher weder Fenster, noch ein Dach oder einen Turm. Neuere Untersuchungen geben allerdings Hinweise darauf, dass die Kathedrale doch einst in Gebrauch war und erst nach der Reformation so weit abgerissen wurde, dass nur noch die heute sichtbaren Steinmauern übrig blieben.

Nahe der Kathedrale wurde 1832 ein Runenstein gefunden, der Kirkjubøstein.

Direkt daneben befindet sich der Wikingerhof als weiteres Baudenkmal. Hier residierten dereinst die katholischen Bischöfe, und hier lag die erste Schule der Färöer. Er ist heute zu einem Museum ausgebaut und Stammsitz der einflussreichen Familie Patursson.

Neben der Domruine und dem Wikingerhof gibt es die etwas kleinere Olavskirche, die ebenso eine der Hauptattraktionen der Färöer ist. Die Schnitzereien Gestühlwangen von Kirkjubøur sind aus dem 15. Jahrhundert und eines der wertvollsten Kulturerbe der Färöer. Sie waren Teil der Olavskirche, sind heute aber im Historischen Museum der Färöer zu sehen. Die Olavskirche ist nicht nur die älteste Kirche auf den Färöern, sie ist auch die einzige Kirche aus dem Mittelalter, die dort heute noch in Gebrauch ist.«  (Quelle: Wikipedia)

Kirkjubøur ist ein Ort mit einer ganz besonderen zeitlosen Magie. Wenige Häuser, eine uralte Kirche (die weiße Kirche mit den uralten Grundmauern), die Ruine der Magnuskathedrale, wenig Grün, keine Bäume und graue Felsen mit etwas Schnee drauf. Und davor  eine Bucht mit dem kalten Nordatlantik.

Eine kurze Besichtigung des Königshofs von Kirkjubøur steht auch auf dem Programm. Jogvan erzählt uns einiges zur Geschichte dieses Hauses und zu den Menschen, die hier mal gelebt haben. Das Haus ist bewohnt und wir dürfen nur den alten Saal mit dem riesigen Holztisch besichtigen.

Wir fahren mit dem Bus zurück nach Tórshavn. Die MS Norröna liegt im Hafen und es ist Zeit an Bord zu gehen.