REISEBERICHT SKUA-TOUR 2019
Die Sage von Risin und Kellingin

Am Anfang der Passage durch die Färöer Inseln sehen wir das bekannteste Naturdenkmal der Färöer Inseln: Risin und Kellingin.

»Risin og Kellingin (färöisch: „der Riese und das Weib“) sind zwei große Steinsäulen etwa 2 km nördlich von Eiði vor der Nordküste Eysturoys auf den Färöern im Nordatlantik. Vor der Steilküste an der Nordküste Eysturoys wirken die beiden Basaltsäulen beinahe zierlich, Risin ist aber 71 m und Kellingin 69 m hoch. Die Klippe davor, also das Festland, mit dem Berg Eiðiskollur, ist jedoch bis zu 352 m hoch.«  (Quelle: Wikipedia)

Diese Postkarte habe ich im Buchladen in Tórshavn gekauft.

(Risin & Kellingin - Foto: Henrik Solberg)

»Die Sage von Risin und Kellingin

Das versteckte Volk von Island hatte die Absicht, die einsam im Nordatlantik schwimmenden Färöer zu sich heranzuziehen. So beauftragten sie einen Riesen und dessen Frau, das Vorhaben zu vollenden. Beide erreichen auftragsgemäß den äußersten nordwestlichen Berg Eiðiskollur. Der Riese blieb im Meer stehen, während das Trollweib den Berg erklomm, um die Färöer zusammenzubinden und sie dann dem Riesen auf den Rücken zu schieben. Ihr erster Griff war so kräftig, dass der nördliche Teil des Berges Eiðiskollur sich abspaltete. Daraufhin versuchte sie das Seil an einer anderen Stelle des Berges zu befestigen. Aber auch das war mit Schwierigkeiten verbunden. Der Bergsockel war fest und die Inseln nicht leicht zu bewegen. Es wird weiter berichtet, dass sich das Trollweib noch beim Morgengrauen auf dem Berg befand. Sie fürchtete die Tageshelle und deshalb beeilte sie sich, schnell zum Riesen hinunter zu kommen, welcher, noch im Meer stehend, auf sie wartete. Leider hatten sie für die Vorbereitungen zu viel Zeit benötigt, denn im selben Augenblick als sie sich auf den Rückweg begaben, der Riese voran und hinter ihm das Trollweib, stieg die Sonne in vollen Glanze aus dem Meer empor und versteinerte beide. Hier stehen sie heute noch und blicken sehnsüchtig ihrer Heimat entgegen, ohne sie wieder erreichen zu können.

Eine seltenere Version lautet wie folgt

... demnach soll vor vielen Jahrhunderten hier einmal eine Frau mit ihrem Mann in stetem Unfrieden gelebt haben. Sie hatte einen so bösen, zänkischen Charakter, dass der arme Ehemann zeitlebens nicht zur Ruhe kommen konnte, bis schließlich ein Gott sich dieser unglücklichen Familie erbarmte und Mann, Frau und Kind in Gestalt zweier Felsen zu Stein werden ließ. So ragen sie noch heute als Mahnmal gegen Unfrieden und Bosheit wie vor Jahrhunderten in den weiten nordischen Himmel.«  (Quelle: Wikipedia, etwas modifiziert)

Es ist einfach nur schön hier. Ich mag gar nicht aufhören zu schauen und zu fotografieren. Es ist eisig kalt, aber auf dem Oberdeck gibt es eine windgeschützte Stelle.